Philosophischer Salon 

Wo?          WeinArche, 99084 Erfurt, Große Arche 16

Wann?        Jeden 2. und 4. Montag im Monat, jeweils 19:00 - 21:00 Uhr 

Unkosten?  EUR 6,00 p.P. / EUR 4,00 erm.

Für?            Jedermann

    

  

April

 

11. April:  Montaigne über den Menschen

Bereits im 16. Jahrhundert machte sich der französische Philosoph und Essayist Gedanken darüber, was der Mensch wirklich sei. So finden sich unter seinen Texten Ausführungen über „Menschliche Verworfenheit“, „Grausamkeit“, „Anmaßung“ oder „Ruhmsucht“. Wir wollen darüber ins Gespräch kommen und überlegen, ob und inwieweit Montaignes Überlegungen über die Zeiten hinweg auch heute noch den Menschen charakterisieren.

     

5. April: „Tugendterror“ oder laxe Moral?

 

In der philosophischen Ethik gibt esunterschiedliche Begründungsansätze von Moral. Oft wird heftig über moralischeProbleme gestritten. Anhand des Buches von Alasdair MacIntyre "Der Verlustder Tugend. Zur moralischen Krise der Gegenwart" soll über Moral und ihreBegründung diskutiert werden.

Referent des Abends: Udo Schneider, Erfurt

 

Mai

 

09. Mai: Vertrauen

 

Wem soll ich in welcher Art vertrauen, und warum? Vertrauen bildet unser zwischenmenschliches „Klima“, wie die Luft, die wir atmen. Erst, wenn die Luft knapp oder verschmutzt ist, werden wir uns ihrer Selbstverständlichkeit bewusst. Ebenso verhält es sich mit dem Vertrauen, dass wir oft erst wahrnehmen, wenn es missbraucht wird. Vertrauen und Verletzlichkeit stehen somit in einem Zusammenhang. Darüber wollen wir gemeinsam nachdenken.

 

23. Mai: Arbeit

 

Wer arbeitet, bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Notwendigkeit und Freiheit. Schafft Arbeit Freiheit und Unabhängigkeit? Stellt sie eine Vereinnahmung durch das System und damit eine Manipulation unseres Privatlebens dar? Ist Freizeit tatsächlich freie Zeit oder ist die Unterbrechung der Arbeit eine Funktion der Arbeit selbst?

 

Juni

 

13. Juni:  Europa – ein unvollendetes Nietzscheprojekt

 

Mit Nietzsches deutschem Paradox: „Gut deutsch sein heisst sich entdeutschen“, dass also „die Wendung zum Undeutschen“ immer das Kennzeichen der Tüchtigkeit unseres Volkes gewesen sei, qualifiziert er sich zum ‚ersten Denker Europas’, d.h. zu dem, der in Deutschland zuerst Europa denkt. Das Europäische wird damit in der Sicht, wie in Nietzsches philosophisch-literarischer Nachfolge über uns Deutsche gedacht wird, sozusagen als ein Modus unserer Eigenart selber neu begreifbar. Uns Deutschen ist damit sozusagen ein philosophisches Minimalprogramm der Europäizität in die Wiege gelegt.

Referent des Abends: Prof em. Steffen Dietzsch, Berlin

 

27. Juni:  Vorurteile

 

Vorurteile sind in unserem Sprachgebrauch in der Regel negativ behaftet. Hans-Georg Gadamer hingegen betrachtet Vorurteile geradezu als produktive Bedingung des geschichtlichen Verstehens.

Wir wollen an diesem Abend beide Aspekte des Begriffs „Vorurteil“ diskutieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hinweis:  

Die Teilnahme an den Philosophischen Salons ist für jedermann gedacht und erfordert keinerlei Vorauskenntnisse oder die Beschäftigung mit Texten vorab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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